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Fachbegriffe aus der Zahnmedizin – einfach erklärt.

Was sind eigentlich Veneers? Oder was erwartet mich bei einer Prophylaxe? Diese und andere Fragen erklären wir Ihnen in unserem Lexikon.

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Babytee-Karies

Unter Babytee-Karies, auch als Zuckertee-Karies oder Nuckelflaschen-Karies bekannt, werden schwerste Zahnschäden bei Säuglingen verstanden. Verursacht werden sie bei regelmäßigem Nuckeln von zuckerhaltigen Fertigtees für Säuglinge, wodurch die Zähne ständig von einer zuckerhaltigen Flüssigkeit umspült werden. Damit erhalten die säurebildenden Bakterien in der Mundhöhle ständig neue Nahrung und es kommt zu Karies.

Bakterien

Bakterien sind kugel-, stäbchen- oder schraubenförmige, einzellige Kleinstlebewesen (Mikroorganismen), welche keinen Zellkern besitzen. Das genetische Material (DNS = Desoxyribonucleinsäure) ist nicht von einer Kernmembran umschlossen. Viele Bakterien sind für den menschlichen Organismus lebenswichtig und ungefährlich, wie beispielsweise die Darmbakterien. Andere sind krankheitserregend und können dem Menschen schaden, beispielsweise als Erreger der Pest oder der Tuberkulose etc.. Die Mundhöhle wird von mindestens 5 x 1013 einzelligen Bakterien besiedelt, bisher wurden ca. 300 verschiedene Arten beschrieben.

Für die Kariesentstehung sind die Mutans-Streptokokken verantwortlich mit den Hauptvertretern Streptococcus mutans und Streptococcus sobrinus. In der Mundhöhle lebende Bakterien bilden mit der Zeit fest haftende Beläge (Plaque), die bei Zuckerzufuhr ständig Säure produzieren und so zu Zahnschäden (Karies) führen. Stoffwechselprodukte dieser Plaquebakterien führen auch zu Entzündungen des Zahnfleischs. Mit einem Karies-Risiko-Test kann eine Speichelprobe auf kariesverursachende Bakterien untersucht werden.

Barodontalgie

Als Barodontalgie wird der Zahnschmerz bezeichnet, der aufgrund von großen Druckunterschieden auftritt und besonders beim Fliegen oder Tauchen vorkommt. Verursachend können kleinste eingeschlossene Luft- oder Gasbläschen sein, die sich unter Füllungen oder aufgrund einer Entzündung gebildet haben. Vorbeugend wird eine gründliche Untersuchung/Zahnsanierung empfohlen.

Bass-Methode

Unter der Bass-Methode versteht man eine spezielle Zahnputztechnik, bei der die Bürste in kleinen Rüttelbewegungen geführt wird. Dabei werden auch die schwer zugänglichen Stellen zwischen den Zähnen und am Zahnfleischrand sehr effektiv gereinigt.

Belägen

Unter Belägen versteht man am Zahn und am Zahnfleisch entstehende Ablagerungen. Man unterscheidet weiche Beläge wie Plaque und harte Beläge wie beispielsweise Zahnstein.

Beratungsgespräch

Im Beratungsgespräch hat der Patient die Möglichkeit, seine individuellen Wünsche und Vorstellungen zu äußern. Anschließend wird anhand einer gründlichen Anamnese einen genauen Eindruck über die Zahnsituation erstellt. Nach der Auswertung der Ergebnisse wird der Patient über diverse Behandlungsmöglichkeiten informiert. Daraufhin erhält der Patient umgehend einen detaillierten und verbindlichen Behandlungsplan.

Biss

Der Biss bezeichnet das Zusammentreffen und Ineinanderbeißen der Ober- und Unterkieferzähne.

Bissschablone

Die Bissschablone bezeichnet eine dem Kiefer angepasste Platte aus Kunststoff oder Wachs, die einen Wall aus Wachs trägt. Der Patient beißt mit den Zähnen des Gegenkiefers leicht in den Wachswall ein, somit wird die Position der Kiefer zueinander festgehalten. Diese Bissnahme ist beispielsweise bei der Erstellung einer Prothese erforderlich. Sind beide Kiefer zahnlos, werden zwei Bissschablonen benötigt, um die Position des Unterkiefers zum Oberkiefer festzulegen.

Bleichen von Zähnen (Bleaching)

Unter Bleichen oder Bleaching von Zähnen versteht man das künstliche Aufhellen verfärbter Zähne. Verfärbungen von Zähnen ergeben sich beispielsweise durch den Genuss von Rotwein, Nikotin, Kaffee, Tee etc. oder durch die Anwendung von Medikamenten (z.B. eisen- oder nitrathaltige Präparate). Für den Bleichvorgang der Zähne wird der Wirkstoff Carbamidperoxid empfohlen. Diese chemische Substanz reagiert mit den Farbpigmenten, die sich im Laufe der Zeit festgesetzt haben. Diese Reaktion bezeichnet man als Oxidation (Sauerstoff-Reaktion), sie verändert die Struktur der Farbpigmente, so dass diese für das menschliche Auge nicht mehr zu sehen sind. Die erzielte Aufhellung wirkt allerdings nur vorübergehend und mit der Zeit kehren die Verfärbungen zurück. Eine dauerhafte Möglichkeit, die Farbe der Zähne zu verändern, sind so genannte Veneers (dünne Keramikfacetten).

Bluten des Zahnfleisches

Das Bluten der Zahnfleisches ist das wichtigste Anzeichen der Zahnfleischentzündung. Um die Entzündung ausheilen und das Bluten abklingen zu lassen, muss eine Beseitigung der bakteriellen Beläge durchgeführt werden. Zahnpasten und Mundspüllösungen inaktivieren vorhandene bakterielle Beläge, reduzieren die Neubildung von Belägen und unterstützen somit die Bekämpfung von Entzündungsprozessen.

Bonusheft

Das Bonusheft ist für Kassenpatienten beim Zahnarzt erhältlich. In dieses Heft trägt der Zahnarzt die Kontrolluntersuchung des Patienten ein, welche mindestens einmal im Jahr durchgeführt werden sollte. Kann der Patient seine jährlichen Besuche regelmäßig nachweisen, hat er Anspruch auf einen höheren Zuschuss durch die Krankenkasse bei etwaigem Zahnersatz. Wer kein Bonusheft führt, bekommt 50 % Zuschuss auf einen Zahnersatz. Bei einem über 5 Jahre lückenlos geführten Bonusheft beträgt der Zuschuss 60 %, bei 10 Jahren sogar 65 %.

Borsten

Die Borsten sind ein Teil der Zahnbürste. Sie sollten generell aus Kunststoff sein, denn Naturborsten brechen leicht, quellen auf und können durch die scharfen Bruchkanten das Zahnfleisch verletzen. Wichtig ist eine gute Abrundung der Borsten, um Verletzungen von Zähnen und Zahnfleisch zu vermeiden. Somit sind mittelharte bis weiche Borsten empfehlenswert.

Brackets

Brackets sind kleine kieferorthopädische Haltevorrichtungen aus Metall, Keramik oder Kunststoff, die auf die Zähne geklebt werden. Die Brackets halten Spannbögen, Druck- und Zugfedern oder elastische Gummizüge, die ihrerseits eine Bewegung der Zähne in die gewünschte Richtung bewirken.

Brücke

Eine Brücke bezeichnet einen festsitzenden Zahnersatz, der eine entstandene Lücke zwischen zwei Zähnen schließt und vom Restgebiss gestützt wird. Dazu werden die angrenzenden gesunden Zähne beschliffen und als Brückenpfeiler überkront. Nachteilig ist die eventuelle Entfernung gesunder Zahnsubstanz, um die Pfeiler befestigen zu können. Außerdem baut sich der Kieferknochen an dieser Stelle nach und nach zurück, da er nicht mehr belastet wird. Als besonders ästhetische Alternative kann ein Zahnimplantat in Erwägung gezogen werden.

Bruxismus

Unter Bruxismus versteht man das Zähneknirschen oder Zähnepressen, das häufig nachts und unter Stress-Situationen auftritt. Die Folgen des Bruxismus können Kiefergelenkschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Knochenabbau oder Zahnsubstanzverlust sein.