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Fachbegriffe aus der Zahnmedizin – einfach erklärt.

Was sind eigentlich Veneers? Oder was erwartet mich bei einer Prophylaxe? Diese und andere Fragen erklären wir Ihnen in unserem Lexikon.

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Marylandbrücke

Eine Marylandbrücke ist eine festsitzende Brücke und wird auch Klebe- oder Adhäsivbrücke genannt. Die Marylandbrücke wird durch Klebetechniken an den Ankerzähnen befestigt.

Metallkeramik

Metallkeramik ist ein gebräuchlicher Ausdruck für das Metall-Keramik-Verbundsystem (oder auch Verblend-Metall-Keramik) und wird für Kronen oder Brücken verwendet, die aus einem Metallgerüst bestehen und mit Keramik verblendet werden. Siehe auch Keramik.

Milchzähne

Milchzähne sind die ersten Zähne des Kindes. Die insgesamt 20 Zähne von begrenzter Lebensdauer bilden bis zum 6. Lebensjahr die Bezahnung des Kleinkindes. Die Entwicklung der Milchzähne beginnt bereits zwischen der 6. und 8. Schwangerschaftswoche und zwischen dem 6. und dem 8. Lebensmonat des Kindes beginnt der Durchbruch, welcher etwa zwischen dem 20. - 30. Lebensmonat abgeschlossen ist. Die Milchzähne werden zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr nach und nach durch bleibende Zähne ersetzt und ergänzt. Der Begriff "Milchzahn" stammt von der wesentlich helleren Farbe des Milchzahngebisses im Gegensatz zu den bleibenden Zähne.

Mineralisation

Unter Mineralisation versteht man die Einlagerung von Mineralstoffen (Calciumphosphate) in die Zahnhartsubstanz. Sie führt zum Härtungsprozess von Dentin und Zahnschmelz und beginnt etwa in der 14. Schwangerschaftswoche.

Molaren

Molaren sind die bleibenden, mehrhöckrigen Backenzähne (Mahlzähne) und sind die größten Zähne des menschlichen Gebisses. Insgesamt gibt es inklusive der Weisheitszähne 12 Molaren. Die ersten Molaren (Sechsjahrmolaren) brechen etwa im 6. Lebensjahr, als erste bleibende Zähne, hinter den Milchmolaren in die Mundhöhle durch. Die zweiten Molaren brechen etwa im 12. Lebensjahr, die Weisheitszähne eventuell erst im Erwachsenenalter durch.

Mundflora

Mundflora bezeichnet die Gesamtheit aller Mikroorganismen und Bakterien auf den Zähnen, auf der Mundschleimhaut und im Speichel. Diese Kleinlebewesen sind an der Entstehung von Zahnbelag, sowie an Entzündungen des Zahnfleischs und des Zahnhalteapparats beteiligt. Sie entziehenden Speiseresten Substanzen für ihren Stoffwechsel und produzieren Säuren, welche den Zahnschmelz angreifen. Eine gesunde Mundflora weist ein biologisches Gleichgewicht an Kleinstlebewesen auf und dient zur Vorverdauung von Speisen und zum Schutz vor Krankheitserregern.

Munddusche

Die Munddusche ist ein Wasserstrahlgerät, welches mit einem pulsierendem Wasserstrahl lose aufliegende Beläge wie Plaque und Essensreste entfernt. Der Wasserstrahl sollte jedoch nicht schräg auf die Zähne treffen, weil so Verunreinigungen unter den Zahnfleischrand gelangen könnten. Die Munddusche kann fest haftende, bakterielle Zahnbeläge nicht entfernen und ersetzt deshalb nicht die Zahnpflege mit Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseide.

Mundgeruch (Halitosis)

Unter Halitosis versteht man (= Foetor ex ore) üblen Mundgeruch. Durch Verunreinigungen der Zähne oder des Zahnersatzes aufgrund von schlechter Mundhygiene, Zahnfleisch- oder Schleimhautentzündungen, Infektionen oder Geschwüre in der Speiseröhre, fehlende Magensäure oder Übersäuerung des Magens wird Mundgeruch hervorgerufen. Die Ursachen können ebenso im Darm, in der Nase, in den Lungen und bei einer Allgemeinerkrankung (zum Beispiel Diabetes mellitus) liegen.

Bleibt der unangenehme Geruch trotz sorgfältiger Mundhygiene bestehen, sollte man einen (Zahn-)Mediziner aufsuchen, um die Ursache und eine wirksame Behandlung zu bestimmen.

Eine wichtige Rolle spielen auch Stoffwechselprodukte, die bei bestimmten Krankheiten über die Lungen abgeatmet werden oder einfach auch bestimmte Nahrungsmittel.

Mundpflege

Eine sorgfältige Zahnpflege ist die Voraussetzung für gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch. Dazu gehört das Zähneputzen mit weichen bis mittelharten Borsten, welches möglichst zwei Mal täglich durchgeführt werden sollte. Man sollte zudem nicht zu fest drücken, sonst können das Zahnfleisch und der Zahnschmelz Verletzungen davontragen. Falls man Säurehaltiges zu sich genommen hat, ist der Zahnschmelz vorübergehend "weich" und angreifbar, weshalb in solchen Fällen ungefähr eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen gewartet werden sollte. Wichtig für die Gesundhaltung der Zähne ist außerdem die Auswahl einer mit Fluorid versetzten Zahncreme, welche keine Weißmacher enthalten sollte. Zudem sollten die Zahnzwischenräume täglich mit einer Interdentalbürste oder Zahnseide gereinigt werden. Mithilfe einer Mundspüllösung kann man Bakterien zusätzlich bekämpfen. Beläge und Bakterien von der Oberfläche der Zunge lassen sich mit einem Zungenreiniger entfernen. Letztlich sollte zwei Mal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt als Prophylaxe-Maßnahme durchgeführt werden.

Mundschleimhaut

Die Mundschleimhaut bedeckt den gesamten Mundraum. Man unterscheidet zwischen der unverschieblichen ( beispielsweise Gaumen und Kieferkamm) und der verschieblichen Schleimhaut (beispielsweise Lippen). Herpes (Fieberbläschen an den Lippen) ist beispielsweise eine sehr bekannte und häufig auftretende Erkrankung der Mundschleimhaut.

Mundspüllösungen

Fluoridhaltige Mundspüllösungen unterstützen die tägliche Mundhygiene und intensivieren den Kariesschutz durch Stärkung des Zahnschmelzes. Sie sind wirksam gegen Plaque, Bakterien, Pilze und Zahnfleischentzündungen. Es gibt außerdem auch kosmetische Mundspüllösungen, welche in erster Linie für einen frischen Atem und Geschmack sorgen. Bei ständigem Gebrauch solcher Lösungen kann die Mundflora aus dem Gleichgewicht kommen.

Mundtrockenheit

Unter Mundtrockenheit versteht man einen Mangel an Speichelfluss und wird auch Xerostomie genannt. Mundtrockenheit kann durch Medikamente wie blutdrucksenkende Mittel und Psychopharmaka hervorgerufen werden, als Begleiterscheinung von Erkrankungen auftreten, aber auch durch Bestrahlung der Speicheldrüsen entstehen. Bei Patienten mit reduziertem Speichelfluss wird die Remineralisation der Zahnhartsubstanzen durch den Speichel unterbunden und führt deshalb bei entsprechender Ernährung zu einem rapiden Karieszuwachs. Nur eine besonders intensive prophylaktische Betreuung kann einen völligen Zusammenbruch des Gebisses verhindern.

Mundwasser

Mundwasser verleiht einen frischen Atem durch eine Mischung von leicht desinfizierenden Substanzen unter Zusatz von geschmackskorrigierenden Mitteln (Öle, Aromen).