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Fachbegriffe aus der Zahnmedizin – einfach erklärt.

Was sind eigentlich Veneers? Oder was erwartet mich bei einer Prophylaxe? Diese und andere Fragen erklären wir Ihnen in unserem Lexikon.

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Zahn, Zähne

Der Zahn (lat. Dens, Dentes) gehört zusammen mit den Knochen zum Hartgewebe des Menschen. Zähne dienen hauptsächlich der Nahrungszerkleinerung und setzen sich aus 2 Hauptbestandteilen zusammen. Jeder Zahn besteht aus dem sichtbaren oberen Teil des Zahns, der Krone und der unsichtbaren, unter dem Zahnfleisch gelegenen Wurzel. Die Krone enthält das Zahnbein (Dentin), welches vom Zahnschmelz überdeckt ist und die härtesten Substanz unseres Körpers darstellt. Die Wurzel birgt die von Blut- und Nervenbahnen durchzogene Pulpa, welche vom Zahnbein (Dentin) umschlossen ist. Den Übergang zwischen Krone und Wurzel nennt man Zahnhals. Gehalten werden die Zähne durch den Zahnhalteapparat (Parodont), auch Zahnbett genannt, welcher aus Zahnfleisch (Gingiva), dem knöchernem Zahnfach (Alveole), der Wurzelhaut oder Faserapparat (Desmodont) und dem Zahnzement besteht. Der Zahn ist am Faserapparates im Zahnfach (Alveole) aufgehängt und nicht fest mit dem Knochen verwachsen. 

Oralphobie

Oralphobie (auch Dentalphobie) bezeichnet den Fachbegriff für die ausgeprägte Angst vor dem Zahnarzt.

Bleichen von Zähnen

Unter Bleichen oder Bleaching von Zähnen versteht man das künstliche Aufhellen verfärbter Zähne. Verfärbungen von Zähnen ergeben sich beispielsweise durch den Genuss von Rotwein, Nikotin, Kaffee, Tee etc. oder durch die Anwendung von Medikamenten (z.B. eisen- oder nitrathaltige Präparate). Für den Bleichvorgang der Zähne wird der Wirkstoff Carbamidperoxid empfohlen. Diese chemische Substanz reagiert mit den Farbpigmenten, die sich im Laufe der Zeit festgesetzt haben. Diese Reaktion bezeichnet man als Oxidation (Sauerstoff-Reaktion), sie verändert die Struktur der Farbpigmente, so dass diese für das menschliche Auge nicht mehr zu sehen sind. Die erzielte Aufhellung wirkt allerdings nur vorübergehend und mit der Zeit kehren die Verfärbungen zurück. Eine dauerhafte Möglichkeit, die Farbe der Zähne zu verändern, sind so genannte Veneers (dünne Keramikfacetten).

Zahnbelag

Zahnbelag unterscheidet man in harten und weichen Belag. Zu den weichen Belägen gehört ein weißlicher Belag, die Plaque und Speisereste, welche nur mit Hilfsmitteln wie Zahnbürste und Zahnseide entfernt werden können. Zum harten Belag gehört der Zahnstein, welcher mit speziellen Instrumenten beim Zahnarzt entfernt werden muss. Zahnstein, Karies und Parodontitis entsteht, wenn Plaque nicht rechtzeitig entfernt wird. Stoffwechselprodukte dieser Plaquebakterien führen auch zu Entzündungen des Zahnfleischs. Zahnbeläge wie Plaque werden von Bakterien in der Mundhöhle mit der Zeit gebildet, indem sie bei Zuckerzufuhr ständig für den Zahnschmelz schädigende Säuren produzieren. 

Parodontitis

Eine Parodontitis (umgangssprachlich: Parodontose) beschreibt die entzündliche Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodont), genauer die chronische Entzündung des Zahnbettes, die Zahnfleisch und Stützgewebe angreift und zerstört. Die Parodontitis kann aufgrund bestimmter Bakterien der Plaque entstehen. Diese rufen eine Entzündung hervor, in deren Verlauf es zur Zerstörung der Gewebe kommt, die für den Halt des Zahnes verantwortlich sind. Eine Folge kann somit die Lockerung oder gar die Lösung des Zahns aus seiner Verankerung im Zahnfleisch sein. Der Verlauf dieser Entzündung des Zahnhalteapparates ist von sorgfältiger Mundhygiene, aber auch von Veranlagung abhängig. Das Fortschreiten der Krankheit kann durch regelmäßige zahnärztliche Kontrollen mit professioneller Belagsentfernung, sowie durch gute Mundhygiene verlangsamt oder gar verhindert werden. Im Gegensatz zur Gingivitis (Zahnfleischentzündung) sind Parodontitis-Schäden nicht völlig reparabel.

Zahnbürste

Siehe Handzahnbürste, Elektrozahnbürste, Zahnpflege.

Zahncreme

Zahncreme wird bei der täglichen Zahnpflege verwendet und hilft, Beläge zu entfernen. Bei der Auswahl eines Zahncreme- Produkts sollte man darauf achten, dass unbedingt Fluoride in der Creme enthalten sind. Fluoride beschleunigen die Remineralisation von entkalktem Zahnschmelz und werden bei der Kariesprophylaxe eingesetzt. Kinder bis zum sechsten Lebensjahr hingegen sollten nur Kinderzahncreme verwenden, da der Flouridgehalt der Erwachsenencremes zu hoch ist und sie im Geschmack milder sind. Beim RDA-Wert einer Zahncreme sollte darauf geachtet werden, dass Werte um 80 nicht regelmäßig benutzt werden. Durch die Verwendung zu hoher RDA-Werte kann der Zahnschmelz Schäden davontragen. Wenn man seine Zähne aufhellen möchte, sollte man auf Bleaching oder Veneers zurückgreifen, anstelle der Verwendung von „weiß machenden“ Zahncremes, die hohe RDA-Werte vorweisen.

Bruxismus

Unter Bruxismus versteht man das Zähneknirschen oder Zähnepressen, das häufig nachts und unter Stress-Situationen auftritt. Die Folgen des Bruxismus können Kiefergelenkschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Knochenabbau oder Zahnsubstanzverlust sein.

Zähneputzen

Das Zähneputzen kann nur effektiv bleiben, wenn sie nach einer gleichbleibenden, auf die jeweilige Person angepassten Systematik erfolgt. Die KAI- Methode stellt eine Basiszahnputzmethode für Kinder dar,

bei welcher zuerst die Kauflächen, dann die Außen- und schließlich die Innenflächen gereinigt werden. Eine Basistechnik für Erwachsene ist beispielsweise die sogenannte Bass- Methode, bei welcher die Bürste in kleinen Rüttelbewegungen geführt wird und somit auch schwer zugänglichen Stellen zwischen den Zähnen und am Zahnfleischrand sehr effektiv gereinigt werden.

Gingiva

Gingiva ist der lateinische Begriff für das Zahnfleisch. Gesundes Zahnfleisch umschließt den Zahn fest mit einem leichten Wellenprofil und weist eine hellrosa Farbe auf.

Zahnfleischentzündung

Siehe Gingivitis, Parodontitis

Zahnfleischbluten

Das Zahnfleischbluten ist das wichtigste Anzeichen der Zahnfleischentzündung.

Zahnfleischrückgang

Zahnfleischrückgang bezeichnet das Zurückweichen des Zahnfleischs entweder nach entzündlichen Prozessen ( beispielsweise bei Parodontitis) oder durch Verletzung des Zahnfleisches an einzelnen Zähnen, meist hervorgerufen durch falsche Zahnputztechniken.

Zahnfleischtasche

Eine Zahnfleischtasche ist eine taschenähnliche Ausstülpung zwischen Zahn und anliegendem Zahnfleisch, in welchem sich Bakterien ansammeln können. Durch diese Bakterien kann es zu einer Entzündung des Zahnfleisches und dessen Rückbildung kommen, außerdem kann daraus eine Parodontitis entstehen. Verursacht werden Zahnfleischtaschen durch die nicht rechtzeitige Entfernung der Zahnbeläge.

Zahnhals

Der Zahnhals ist vom Zahnfleisch bedeckt und bildet den Übergang zwischen sichtbarer Zahnkrone und Zahnwurzel. Freiliegende Zahnhälse reagieren auf süße, kalte und warme Reize, sowie auf Berührung schmerzhaft.

Zahnhalskaries

Bei Zahnhalskaries hat das Dentin im Bereich freiliegender Zahnhälse/Zahnwurzeln keinen schützenden Schmelzüberzug. Deshalb sind diese Bereiche sehr kariesempfindlich

Zahnhöcker

Der Zahnhöcker ist eine Erhebung an den Kauflächen der Backenzähne.

Zahnhölzer

Zahnhölzer sind aus weichem Holz hergestellte Hölzer mit einem möglichst dreieckigen Querschnitt. Sie dienen zur Reinigung der Zahnzwischenräume und sind besonders für unterwegs geeignet. Die vorsichtige Einführung der Zahnhölzer mit der flachen Seite zum Zahnfleisch ist wichtig, um keinen Schaden hervorzurufen.

Zahnimplantat

Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, welche in den Kieferknochen eingesetzt wird und dort mit Knochen und Gewebe verwächst. Aus ästhetischer Sicht ist ein Implantat die beste Möglichkeit, Zahnlücken zu schließen. Dieser festsitzende Zahnersatz wird von Titanschrauben getragen und ist nicht von natürlichen Zähnen zu unterscheiden. Implantate können Einzelzähne, Brücken oder Prothesen tragen. Ein besonderer Vorteil von Implantaten ist, dass die angrenzenden Zähne nicht als Befestigung herhalten und nicht beschliffen werden müssen. Zudem wird der Rückgang des Kieferknochen an dieser Stelle vermieden. Für eine erfolgreiche Implantation muss genügend Knochensubstanz im Kieferknochen vorhanden sein, damit das Implantat fest einwachsen kann. Falls dies nicht zutrifft, wird ein Knochenaufbau durchgeführt.

Zahnkrone

Die Zahnkrone, auch als Corona dentis bezeichnet, ist der oberhalb des Zahnfleisches liegende, von Schmelz bedeckte Teil des Zahnes.

Zahnmedizinische Fachhelferin

Die zahnmedizinische Fachhelferin unterstützt als Teammitglied der Zahnarztpraxis die

zahnärztliche Behandlung und Gesundheitsaufklärung.

Zahnmedizinische Prophylaxehelferin

Die zahnmedizinische Prophylaxehelferin unterstützt als Teammitglied der Zahnarztpraxis

speziell bei Prophylaxeaufgaben.

Zahnmedizinische Verwaltungshelferin

Die zahnmedizinische Verwaltungshelferin hat sich als Teammitglied des Zahnarztpraxis auf Verwaltungsaufgaben spezialisiert.

Zahncreme

Zahncreme wird bei der täglichen Zahnpflege verwendet und hilft, Beläge zu entfernen. Bei der Auswahl eines Zahncreme- Produkts sollte man darauf achten, dass unbedingt Fluoride in der Creme enthalten sind. Fluoride beschleunigen die Remineralisation von entkalktem Zahnschmelz und werden bei der Kariesprophylaxe eingesetzt. Kinder bis zum sechsten Lebensjahr hingegen sollten nur Kinderzahncreme verwenden, da der Flouridgehalt der Erwachsenencremes zu hoch ist und sie im Geschmack milder sind. Beim RDA-Wert einer Zahncreme sollte darauf geachtet werden, dass Werte um 80 nicht regelmäßig benutzt werden. Durch die Verwendung zu hoher RDA-Werte kann der Zahnschmelz Schäden davontragen. Wenn man seine Zähne aufhellen möchte, sollte man auf Bleaching oder Veneers zurückgreifen, anstelle der Verwendung von „weiß machenden“ Zahncremes, die hohe RDA-Werte vorweisen.

Zahnpflege

Eine sorgfältige Zahnpflege ist die Voraussetzung für gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch. Dazu gehört das Zähneputzen mit weichen bis mittelharten Borsten, welches möglichst zwei Mal täglich durchgeführt werden sollte. Man sollte zudem nicht zu fest drücken, sonst können das Zahnfleisch und der Zahnschmelz Verletzungen davontragen. Falls man Säurehaltiges zu sich genommen hat, ist der Zahnschmelz vorübergehend "weich" und angreifbar, weshalb in solchen Fällen ungefähr eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen gewartet werden sollte. Wichtig für die Gesundhaltung der Zähne ist außerdem die Auswahl einer mit Fluorid versetzten Zahncreme, welche keine Weißmacher enthalten sollte. Zudem sollten die Zahnzwischenräume täglich mit einer Interdentalbürste oder Zahnseide gereinigt werden. Mithilfe einer Mundspüllösung kann man Bakterien zusätzlich bekämpfen. Beläge und Bakterien von der Oberfläche der Zunge lassen sich mit einem Zungenreiniger entfernen. Letztlich sollte zwei Mal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt als Prophylaxe-Maßnahme durchgeführt werden.

Pulpa

Die schmerzempfindliche Pulpa ist das Zahnmark (umgangssprachlich: Zahnnerv) und füllt in Form eines Weichgewebes, welches aus Blut- und Nervgefäßen besteht, das Innere des Zahnes aus. Die Pulpa unterteilt sich in Kronenpulpa im oberen Bereich des Zahnes und in die Wurzelpulpa

Zahnputztechnik

Eine Zahnputztechnik kann nur effektiv bleiben, wenn sie nach einer gleichbleibenden, auf die jeweilige Person angepassten Systematik erfolgt. In der zahnärztlichen Praxis kann eine individuelle Beratung der Erarbeitung der persönlichen Zahnputzmethode dienen. Die KAI- Methode stellt eine Basiszahnputzmethode für Kinder dar,

bei welcher zuerst die Kauflächen, dann die Außen- und schließlich die Innenflächen gereinigt werden. Eine Basistechnik für Erwachsene ist beispielsweise die sogenannte Bass-Methode, bei welcher die Bürste in kleinen Rüttelbewegungen geführt wird und somit auch schwer zugänglichen Stellen zwischen den Zähnen und am Zahnfleischrand sehr effektiv gereinigt werden. Allgemein sollte man beim Zähneputzen nicht zu fest drücken, sonst können das Zahnfleisch und der Zahnschmelz Schäden davontragen.

Zahnreinigung

Siehe Zahnpflege, professionelle Zahnreinigung, Zahnputztechnik.

Zahnschmelz

Der Zahnschmelz (auch Enamelum genannt) bedeckt die Zahnkronen mit einem emailleartigen Überzug. Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz in unserem Körper und aus Schmelzprismen aufgebaut. Die extreme Härte wird ihm durch seine Bestandteile verliehen, da der Zahnschmelz zu 98 % aus Mineralstoffen wie Calcium und Phosphat besteht. 

Zahnseide

Zahnseide ist ein wichtiges Hilfsmittel zur täglichen Reinigung der Zahnzwischenräume, welche mithilfe der normalen Zahnbürste nicht gereinigt werden können. Die Zahnseide wird zwischen einen rechten und einen linken Finger gespannt und so vorsichtig in die Zahnzwischenräume eingeführt. Wichtig ist, dass mit Auf- und Abbewegungen beide Zahnflächen der Zahnzwischenräume behandelt werden und dass für jeden Zwischenraum ein frisches Stück Zahnseide benutzt wird.

Zahnspange

Die Zahnspange ist ein kieferorthopädisches Gerät zur Korrektur von Zahnfehlstellungen und besteht aus Kunststoff und Drahtelementen. Sie erweitert den Kiefer, um engstehenden Zähnen Platz zu verschaffen, indem die Spange regelmäßig mit winzigen Schrauben verstellt wird.

Mundspüllösungen

Fluoridhaltige Mundspüllösungen unterstützen die tägliche Mundhygiene und intensivieren den Kariesschutz durch Stärkung des Zahnschmelzes. Sie sind wirksam gegen Plaque, Bakterien, Pilze und Zahnfleischentzündungen. Es gibt außerdem auch kosmetische Mundspüllösungen, welche in erster Linie für einen frischen Atem und Geschmack sorgen. Bei ständigem Gebrauch solcher Lösungen kann die Mundflora aus dem Gleichgewicht kommen.

Zahnstein

Zahnstein ist verkalkte Plaque, welcher nur durch den Zahnarzt mit Schaber oder Ultraschall entfernt werden kann. Zahnstein entsteht durch Einlagerung von Mineralstoffen aus dem Speichel an den bakteriellen Zahnbelag (Plaque). Er bildet sich verstärkt an den Innenseiten der unteren Schneidezähne (Mündung der Unterzungendrüsen) und an der Außenseite der oberen, vorderen Backenzähnen (Mündung der Ohrspeicheldrüse). Zudem kann sich Zahnstein auch unterhalb des Zahnfleischrandes bilden und wird dann als „Konkrement" bezeichnet. Die raue Oberfläche von Zahnstein begünstigt weitere Auflagerungen des Zahnbelags und ist dadurch an der Entstehung von Entzündungen des Zahnfleischs beteiligt.

Zahntechniker

Der Zahntechniker stellt im Dentallabor Veneers, Kronen, Inlays, Onlays usw. mithilfe verschiedener Dentalmaterialien wie Keramik, Gold und Kunststoff her. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt und Patienten passt er nach der individuellen Zahnsituation Farbe, Form und Struktur den natürlichen Zähnen an.

Zahnverfärbung

Bei einer Zahnverfärbung sind alle Zähne von einem dünnen Überzug bedeckt, welcher als Schmelzoberhäutchen (Pellikel) bezeichnet wird. In diese Schmelzoberhäutchen können körperfremde Farbstoffe aus der Nahrung (Früchte, gefärbte Lebensmittel, Tee, Kaffee, Rotwein etc.), aus Tabakwaren (Teer), aus Mundspüllösungen (Chlorhexidin, aber auch Zinnfluorid) oder aus pigmenthaltigen Bakterien eingelagert werden und führen so zu Verfärbungen. Durch eine ausreichende Mundhygiene und professionelle Zahnreinigung können Zahnverfärbungen verhindert und beseitigt werden. Bei der Auswahl weißmachender Zahnpasten sollten nur Substanzen ausgewählt werden, welche weder Zähne noch Zahnfleisch schädigen.

Zahnwechsel

Der Zahnwechsel beschreibt den Ersatz des Milchgebisses durch bleibende Zähne zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr. Die ersten bleibenden Zähne (Sechsjahrmolaren und Schneidezähne) brechen etwa im 6. Lebensjahr hinter den Milchmolaren in die Mundhöhle durch. Anschließend werden die Eckzähne zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr ersetzt. Die zweiten Molaren brechen etwa im 12. Lebensjahr, die Weisheitszähne eventuell erst im Erwachsenenalter durch.

Zahnwurzel

Die Zahnwurzel ist ein Teil des Zahnes, der mit Wurzelzement überzogen ist. Sie bildet sich bei der Zahnentwicklung zuletzt und bewirkt durch ihr Wachstum den Zahndurchbruch. Ein-, zwei- und mehrwurzelige Zähne sind in den Zahnfächern (Alveolen) verankert und dienen somit der Verankerung der Zähne im Kiefer. An der Wurzelspitze treten Nerven und Gefäße in den Wurzelkanal ein.

Interdentalbürste (Zahnzwischenraumbürste)

Die Interdentalbürste (auch Zahnzwischenraumbürste genannt) ist ein kleines, feines Bürstchen. Mit diesem Bürstchen reinigt man die schwer zugänglichen Zahnzwischenräume, in welche die normale Zahnbürste nicht vordringen kann. Man unterscheidet vor allem Einbüschelbürsten, Tannenbaumbürsten und Spiralbürsten. Die Bestimmung des für einen bestimmten Zahnzwischenraum geeigneten Hilfsmittels erfolgt in der zahnärztlichen Praxis. Beispielsweise auch unter Brücken, Stegen und an Zahnimplantaten ist die Verwendung einer Interdentalbürste sinnvoll.

Interdentalraum (Zahnzwischenraum)

Unter Interdentalraum versteht man den Zahnzwischenraum

Interdentalraumkaries

Unter Interdentalraumkaries versteht man Karies im Zahnzwischenraum. Interdentalraumkaries ist wegen der schlechten Reinigungsmöglichkeit der Zahnzwischenräume sehr häufig.

Interdentalreinigung

Die Interdentalreinigung ist eine gezielte Entfernung der bakteriellen Zahnbeläge zwischen den Zähnen. Man verwendet für eine Interdentalreinigung , abhängig von der Weite des Zwischenraums, entweder Zahnseide, Zahnhölzer oder Zahnzwischenraumbürsten.

Bruxismus

Unter Bruxismus versteht man das Zähneknirschen oder Zähnepressen, das häufig nachts und unter Stress-Situationen auftritt. Die Folgen des Bruxismus können Kiefergelenkschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Knochenabbau oder Zahnsubstanzverlust sein.

Zement

Zement ist eine Zahnhartsubstanz, welche die Oberfläche der Zahnwurzel überzieht.

Zucker

Der Zucker ist ein kleines, leicht spaltbares Kohlenhydrat, welches von den Bakterien des Zahnbelags zu Milchsäure abgebaut wird und somit die Hauptursache für die viel verbreitete Karies darstellt. Zucker in Lebensmitteln tragen so unterschiedliche Bezeichnungen wie Saccharose, Glukose, Glukosesirup, Fruktose, Maltose, Malzextrakt und stellen eine umso größere Gefahr für die Zähne dar, je häufiger sie über den Tag verteilt zu sich genommen werden. Es gibt verschiedene Zuckerersatzstoffe (Aspartam, Cyclamat und Saccharin) und Zuckeraustauschstoffe (Sorbit, Mannit und Xylit), welche keine Karies auslösen können.

Zuckeraustauschstoffe

Zuckeraustauschstoffe sind kalorienhaltige, aber nicht kariesauslösende Süßungsmittel, welche in größeren Mengen abführend wirken können. Wichtige Vertreter sind die Zuckeralkohole Sorbit, Mannit und Xylit.

Zuckerersatzstoffe

Zuckerersatzstoffe sind kalorienfreie, nicht kariesauslösende Süßstoffe und bis zu 500 mal süßer als Haushaltszucker. Wichtige Vertreter der Zuckerersatzstoffe sind Saccharin, Cyklamat und Aspartam.

Zuckerfreier Kaugummi

Der zuckerfreie Kaugummi ist ein Hilfsmittel zur Unterstützung der täglichen Mundhygiene. Durch das Kauen des Kaugummis wird der Speichelfluß gefördert und schützt somit vor Karies. Allerdings ersetzt das Kaugummikauen keinesfalls das Zähneputzen, da vorhandene Zahnbeläge dadurch nicht entfernt werden können.

Zunge

Die Zunge ist das Geschmacks-, Sprach- und Kauorgan des Menschen und besteht aus mehreren Muskeln, außerdem ist sie von Schleimhaut bedeckt. Die Zunge besitzt zahlreiche Zungen- Speicheldrüsen, welche Speichel absondern. Die Zunge kann bittere, salzige, sauere, süße und umami Geschmacksrichtungen empfinden.

Zungenschaber

Der Zungenschaber dient zur Reinigung der Zungenoberfläche und kann bei regelmäßigem Gebrauch gegen Mundgeruch und einen schlechten Geschmack im Mund helfen, zudem kommt es bei der Anwendung des Schabers zu einer Verringerung der Anzahl von Kariesbakterien. Die raue Oberfläche der Zunge und das feucht-warme Milieu im Mund sind nämlich die ideale Voraussetzung für zahlreiche Bakterien.